Ein Vater-Sohn-Duo aus Woodley stand gemeinsam auf der Weltbühne bei den World Kickboxing and Karate Union World Championships in Trier, Deutschland, wo der Teenager Akaaldeep Singh Kalsi gegen internationale Konkurrenz die Bronzemedaille holte. Die Titelkämpfe fanden vom 26. Oktober bis 1. November 2025 statt.
Während Akaaldeep ein straffes Programm in den Juniorenklassen absolvierte, startete sein Vater, der erfahrene Kämpfer Jag Singh Kalsi, für das Nationalteam WKU England. Jag erkämpfte Platz fünf in einer Veteranen-Pointfighting-Klasse und sammelte weitere Ringzeit in den Kick-Light-Regeln – der Abschluss einer Saison, in der er bereits Gold, Silber und Bronze bei anderen großen Turnieren geholt hatte.
Familienreise auf die Weltbühne
Beide Kalsis trainieren bei Nemesis Martial Arts and Fitness in Reading, einem Club, der sich zunehmend zu einer Talentschmiede für Topkämpfer entwickelt hat. 2025 haben sich dort Athlet:innen für mehrere Wettkämpfe auf Weltniveau unterschiedlicher Verbände qualifiziert, und die Titelkämpfe in Trier waren der bislang jüngste Schritt dieser Entwicklung.
Für Akaaldeep knüpfte der Einsatz in Deutschland an einen früheren Erfolg bei einem Kickbox-Weltturnier in Cardiff an, wo er ebenfalls Bronze gewonnen hatte. In Trier kombinierte er Kick-Light- und Karate-Kumite-Duelle – die Punktkampf-Variante des Sports –, verbuchte mehrere Siege gegen Gegner aus verschiedenen Ländern und kletterte erneut aufs Podium, was seine Konstanz auf der internationalen Bühne unterstreicht.
Neue Ziele daheim inspirieren
Hinter den Medaillen steckt genauso viel jahrelanges Familienengagement wie individuelles Talent. Zur Vorbereitung gehörten in den vergangenen Jahren Frühmorgenläufe vor der Schule, Wochenend-Lehrgänge und lange Autofahrten zu Spezialtrainings, wobei Vater und Sohn als Trainingspartner und Teamkollegen dieselben Matten teilten.
Ihre Auftritte in Deutschland fließen nun in die Communities zurück, die sie auf ihrem Weg unterstützt haben. Bei Nemesis erleben jüngere Schüler:innen, dass Sportler:innen aus einem örtlichen Freizeitzentrum zur Weltspitze gehören können, und in der Schule zeigt Akaaldeeps Erfolg seinen Mitschüler:innen, dass konsequente Arbeit außerhalb des Klassenzimmers globale Chancen eröffnet. Für die Familie Kalsi ist der Trip nach Trier daher weniger ein Endpunkt als vielmehr ein Signal: Wettkämpfe auf Weltniveau gehören ab jetzt zum Alltag und sind kein fernes Wunschbild mehr.